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Fasan
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Der Fasan (Phasianus colchicus; Plural Fasane oder Fasanen) ist eine Vogelart aus der Ordnung der HĂŒhnervögel. Wie bei anderen Fasanenartigen fĂ€llt der Hahn durch sein farbenprĂ€chtiges Gefieder und seine deutlich lĂ€ngeren Schwanzfedern auf. Hennen zeigen eine brĂ€unliche TarnfĂ€rbung. Der Ruf des Hahns ist ein lautes, charakteristisches und oft gereihtes gö-göck ().
Das natĂŒrliche Verbreitungsgebiet des Fasans reicht vom Schwarzen Meer ĂŒber die Trockengebiete Mittelasiens bis in den Osten Asiens. Darauf weist auch das Artepitheton colchicus hin, das sich auf die Landschaft Kolchis bezieht.cite-ref-1[1] WĂ€hrend die zahlreichen zentralasiatischen Verbreitungsinseln gröĂtenteils voneinander isoliert sind, besiedeln die ostasiatischen Populationen in China, Korea und Sibirien ein groĂes zusammenhĂ€ngendes Areal, wo zahlreiche weitere Unterarten leben, die sich teils an den Grenzen ihrer Verbreitungsgebiete untereinander mischen. Von einigen Autoren wird auch der japanische Buntfasan dieser Art zugeordnet.
Vor allem zu Jagdzwecken wurde der Fasan in Europa, den USA und anderen Teilen der Welt eingebĂŒrgert, ein stabiler Bestand kann sich aber auf Dauer meist nur durch HegemaĂnahmen und Aussetzungen halten. In SĂŒdeuropa wurde die Art vermutlich schon wĂ€hrend der Antike als Ziervogel und wegen ihres wohlschmeckenden Fleisches eingefĂŒhrt und sowohl wild als auch in Gefangenschaft gehalten. Die Römer sorgten wahrscheinlich fĂŒr eine Verbreitung in Mittel- und Westeuropa. Seit dem frĂŒhen Mittelalter ist die Fasanenhaltung vereinzelt an FĂŒrstenhöfen und Klöstern belegt, und seit dem ausgehenden Mittelalter oder der frĂŒhen Neuzeit ist ein freilebender Bestand oder ein solcher in groĂen Fasanerien bekannt.cite-ref-2[2] Viele Teile Europas â wie beispielsweise Nordeuropa â wurden aber auch erst im 19. Jahrhundert besiedelt.cite-ref-3[3] Heute ist der GroĂteil des europĂ€ischen Bestands in den LĂ€ndern Deutschland, Frankreich, GroĂbritannien, DĂ€nemark, Ungarn und RumĂ€nien zu finden.cite-ref-4[4] Die hier lebenden Vögel sind meist Mischformen verschiedener Unterarten, hauptsĂ€chlich des torquatus-Typs, dessen HĂ€hne einen weiĂen Halsring und einen grauen BĂŒrzel zeigen, und des colchicus-Typs, dem der Halsring fehlt und der rotbraunes BĂŒrzelgefieder hat.
Der Fasan besiedelt halboffene Landschaften, lichte WĂ€lder mit Unterwuchs oder schilfbestandene Feuchtgebiete, die ihm gute Deckung und offene FlĂ€chen zur Nahrungssuche bieten. In Europa findet man ihn hĂ€ufig in der Kulturlandschaft. Er ernĂ€hrt sich zumeist von pflanzlicher Nahrung wie SĂ€mereien und Beeren, gerne auch von Insekten und anderen Kleintieren. So vertilgt das Neozoon Fasan groĂe Mengen des Neozoons KartoffelkĂ€fer, die sonst als Larven die BlĂ€tter der Kartoffelpflanzen kahlfressen. Ein Hahn lebt zur Brutzeit meist mit ein bis zwei Hennen zusammen. Der Fasan ĂŒberwintert zumeist in den Brutgebieten. Bisweilen weicht er im Winter ĂŒber kurze Strecken in mehr Deckung oder Nahrung bietende LebensrĂ€ume aus.
Contents
âą Aussehen
âą MĂ€nnchen
âą Weibchen
⹠Jungvögel
âą âJagdfasanâ
âą Mauser
âą Stimme
âą Verbreitung
âą Systematik
âą Lebensraum
⹠ErnÀhrung
âą Fortpflanzung
âą Revierverhalten
âą Jungenaufzucht
âą Fasan und Mensch
âą Bejagung
âą Nutzung
âą Belege
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Aussehen
Der Fasan gehört mit 70â90 cm KörperlĂ€nge beim MĂ€nnchen (wobei etwa 45â60 cm auf den langen, spitzen Schwanz entfallen) und 55â70 cm beim Weibchen (dessen Schwanz etwa 20â25 cm lang ist) zu den mittelgroĂen HĂŒhnervögeln. Die FlĂŒgellĂ€nge liegt bei mitteleuropĂ€ischen HĂ€hnen zwischen 230 und 267 mm, bei der Henne zwischen 218 und 237 mm. Einige Unterarten weisen gröĂere MaĂe auf. Das Gewicht eines adulten Hahnes betrĂ€gt zwischen 1,4 und 1,5 kg, das einer Henne zwischen 1,1 und 1,4 kg.cite-ref-5[5]
Die FĂŒĂe sind unbefiedert. MĂ€nnchen haben einen nach hinten gerichteten Sporn am Lauf, der mit dem Alter in der LĂ€nge wĂ€chst. Weibchen haben an Stelle des Sporns einen kleinen Knopf, der auch fehlen kann. Die Iris ist beim Hahn blass orange, bei der Henne orange bis bernsteinfarben und bei KĂŒken braun. Der Schnabel ist beim Hahn grĂŒnlich hornfarben, bei der Henne dunkel brĂ€unlich hornfarben. Die Geschlechter weisen einen deutlichen Sexualdimorphismus bezĂŒglich des Gefieders auf.
MĂ€nnchen
Beim Hahn sind Kopf und Hals glĂ€nzend dunkelgrĂŒn, wobei die glĂ€nzenden Partien auf dem Scheitel bronzefarben, an den Halsseiten purpur bis blau ĂŒberhaucht sind. Die Federn am Hinterkopf sind verlĂ€ngert und bilden die gattungstypischen âFederohrenâ. Die nackten Kopfseiten sind intensiv rot und tragen Schwellkörper, die zur Fortpflanzungszeit zu Stirn- und Kinnlappen erweitert sind und als âRosenâ bezeichnet werden. Eine kleine, schmale Partie unter dem Auge ist befiedert. Die Federn an Nacken, Brust, Körperseiten und Flanken sind kupferfarben bis rötlich golden mit dunklerer Basis und tragen einen blauschwarz glĂ€nzenden Saum oder einen entsprechenden Spitzenfleck. Zur Brust hin sind sie deutlich gerundet und, je nach Unterart oder Stammform, mehr oder weniger breit gerandet. Die RĂŒcken- und Schulterfedern sind dunkel kupferrot und tragen einen sandfarbenen, u-förmig schwarzgerandeten Mittelfleck. BĂŒrzel und Oberschwanzdecken zeigen ein grĂŒnlich-purpurn glĂ€nzendes Kupferrot. Die Unterseite ist matt schwarzbraun mit dunkel glĂ€nzenden, zu den Unterschwanzdecken hin rötlich glĂ€nzenden Spitzen. Die Unterschwanzdecken sind rotbraun und zeigen teils einen schwarzglĂ€nzenden Spitzenfleck. Die Handschwingen sind dunkelbraun, die Armschwingen hellgraubraun und tragen unregelmĂ€Ăige, beige Querbinden. Die AuĂenfahnen der Armschwingen sind brĂ€unlich verwaschen. Die groĂen OberflĂŒgeldecken sind gelblich graubraun und tragen auf der AuĂenfahne eine helle, bogenförmige Zeichnung mit dunklen RĂ€ndern. Die ĂŒbrigen FlĂŒgeldecken sind zimtfarben und zeigen wie die inneren Armschwingen einen kupfrigen Glanz. Die mittleren Schwanzfedern sind stark verlĂ€ngert und auf gelb- bis olivbraunem Grund fein schwarzgesprenkelt und in einigem Abstand breit quergebĂ€ndert. Die Sprenkelung nimmt zu den RĂ€ndern hin zu, die Querbinden werden zum Kiel hin breiter und laufen zum Rand hin aus.
Weibchen
Im Gegensatz zu dem des Hahns ist das Kleid der Henne recht unauffĂ€llig und hat eine insgesamt brĂ€unliche TarnfĂ€rbung. Der Scheitel ist schwarzbraun mit hellen SĂ€umen und Binden, die Halsoberseite zeigt ein Rötlichbeige mit schwarzen, subterminalen Flecken. ZĂŒgel und Ăberaugenstreif sowie ein Fleck zwischen dem Auge und den Ohrdecken sind hellbeige. Letzterer ist unten schmal schwarz gerandet. Das Kinn ist rötlich beige, Kehle und Vorderbrust sind rötlichbraun mit dunklen Federzentren und rosa SĂ€umen. Die ĂŒbrige Brust und die Flanken sind deutlich brauner mit grober, dunkler Zeichnung. Die Unterseite und die Unterschwanzdecken sind auf hell brĂ€unlichem Grund dunkel quergewellt. Die Federn der Oberseite sind rotbraun mit einem sandfarbenen und schwarzen Fleck in U-Form, hellem Saum und schwarzem, mittigen Keilfleck. Auf den Schultern zeigen die Federn einen kastanienfarbenen, teils kupfern schillernden Subterminalfleck. Die Schwingen Ă€hneln denen des MĂ€nnchens, zeigen aber ein deutliches, weniger verwaschenes Muster. Die groĂen OberflĂŒgeldecken sind dunkelbraun, die ĂŒbrigen hell graubraun und tragen eine heller quergebĂ€nderte bzw. gesprenkelte Zeichnung. Die Steuerfedern tragen auf rötlich braunem Grund breite dunkle QuerbĂ€nder mit heller Mitte und sandfarbene RĂ€nder.
Jungvögel
Das Dunenkleid ist unterseits rahmfarben bis beige, oberseits etwas dunkler gelblich braun gefĂ€rbt. Vom Scheitel verlaufen ein breiter, dunkel gefasster, rotbrauner Streifen, helle Scheitelseitenstreifen und dunkle Ăberaugenstreifen bis in den Nacken. Hinter dem Auge befindet sich ein dunkler Fleck. Das Kopfmuster setzt sich auf dem RĂŒcken mit breitem Mittelstreif und blasseren Seitenstreifen fort. Die FlĂŒgel sind rostbraun mit hellem Saum. Die GrundfĂ€rbung ist recht variabel. So gibt es rotbraune Individuen mit schwĂ€cherem Muster.cite-ref-6[6]
Im Jugendkleid sind Fasane unterseits Ă€hnlich wie die Henne gefĂ€rbt, die Steuerfedern sind noch recht kurz. Kopf und Hals sind oberseits dunkelbraun, die Oberseite ist schwarzbraun mit hellbraunen SĂ€umen und Schaftstrichen. Das FlĂŒgelgefieder Ă€hnelt dem der Altvögel, ist aber teils noch verwaschen gezeichnet. Die Geschlechter unterscheiden sich nur geringfĂŒgig. Im ersten Jahreskleid sehen die Jungvögel bereits wie Altvögel aus.cite-ref-7[7]
âJagdfasanâ
In Europa und anderen Teilen der Welt, in denen die Art eingebĂŒrgert wurde, gibt es Mischformen mit den Merkmalen meist mehrerer Unterarten, die man unter der Bezeichnung âJagdfasanâ zusammenfasst. Je nach AusprĂ€gung der Unterartmerkmale kann man vor allem zwei Typen unterscheiden. Der colchicus-Typ (âBöhmischer Kupferfasanâ) ist der oben beschriebenen Nominatform recht Ă€hnlich. Der torquatus-Typ (âChinesischer Reisfasanâ) zeigt einen mehr oder weniger ausgeprĂ€gten weiĂen Halsring, der zur Brust oder zum Nacken hin offen sein kann. Zudem zeigt diese Form meist einen helleren Scheitel und einen oft dunkel gesĂ€umten, weiĂen Brauenstrich. Die GrundfĂ€rbung des VorderrĂŒckens ist eher brĂ€unlich bis golden. Die BĂŒrzel- und Oberschwanzdecken-Partie changiert blau- bis grĂŒngrau, zeigt aber mehr oder weniger breit fuchs- bis kupferrote BĂŒrzelseiten. Die kupferroten Federn der Vorderbrust sind an der Spitze relativ stark eingeschnitten und schmaler gerandet als beim colchicus-Typ. Die hellen Federn der Flanken und der hinteren Brust sind strohgelb bis golden, die Steuerfedern sind hell oliv mit recht breiten Querbinden und violettrotem Rand. Die OberflĂŒgeldecken zeigen ein blĂ€uliches Grau. Weibchen vom torquatus-Typ sind heller als beim colchicus-Typ mit breiteren, hellen FedersĂ€umen, Kinn und Kehle sind oft ganz ohne schwarze Zeichnung.
Vielfach sind in Europa und Nordamerika auch Vögel der mittelasiatischen mongolicus-Gruppe eingekreuzt, was an den weiĂen OberflĂŒgeldecken und dem vorne nicht geschlossenen Halsring erkennbar ist.
Mutationen und Zuchtformen
In der Fasanenzucht sind immer wieder Mutationen aufgetreten, von denen einige als reinvererbende Rassen herausgezĂŒchtet wurden und mehrere auch gelegentlich neben den beschriebenen Haupttypen in freilebenden Populationen auftreten.
Der hĂ€ufigste Typ ist der tenebrosus-Typ. Obwohl er dem japanischen Buntfasan (Phasianus versicolor) nicht unĂ€hnlich ist, handelt es sich um eine melanistische Form â Mischformen mit letzterer Art sehen deutlich anders aus. Er entstand um 1880 in Norfolk und hat sich seit den 1930er Jahren vor allem in England und Amerika durchgesetzt. Die Oberseite des MĂ€nnchens ist ĂŒberwiegend metallisch grĂŒn. FlĂŒgeldecken und Unterbauch sind dunkel brĂ€unlich und der Schwanz goldbraun mit bronzefarbenen SĂ€umen und schwarzer BĂ€nderung. Brust- und Körperseiten zeigen eine purpurglĂ€nzend dunkelblaue FĂ€rbung mit isabellfarbenen Schaftstreifen. Die Henne ist ruĂschwarz.
Eine weitere Mutation ist der Isabellfasan, bei dem die verschiedenen, sonst kupferfarbenen und rotbraunen Partien des MĂ€nnchens blass isabellfarben sind, Kopf und Hals aber wie sonst auch glĂ€nzend dunkelgrĂŒn. Die Variante tritt auch bei wildlebenden Populationen auf und pflanzt sich meist reinerbig fort.
Zwei weitere Mutationen sind der WeiĂe Jagdfasan, der nahezu pigmentlos ist, und der Gescheckte Jagdfasan, bei dem man eine rotscheckige und eine blauscheckige Variante unterscheidet. Hierbei handelt es sich meist um reine Zuchtformen.cite-ref-8[8]
Mauser
Die Mauser der Altvögel ist eine Vollmauser; sie findet nach der Fortpflanzungszeit ab Juni oder Juli statt und ist meistens bis September, manchmal erst im Oktober abgeschlossen. HĂ€hne mausern etwas frĂŒher als Hennen, die, wenn sie Junge fĂŒhren, meistens zeitgleich mit deren Jugendmauser zu mausern beginnen. Letztere setzt ein, bevor das Dunenkleid vollstĂ€ndig abgelegt ist. Mit etwa 140 Tagen sind die Jungvögel weitgehend ausgefiedert und die Geschlechter deutlich zu unterscheiden. Das GroĂgefiederwachstum ist aber erst einen Monat spĂ€ter abgeschlossen.cite-ref-9[9]
Stimme
Der Fasanenhahn verfĂŒgt ĂŒber ein breites Lautrepertoire, das zu einem groĂen Teil aus unmelodisch rauen, krĂ€henden oder metallisch lauten Rufen besteht. HĂ€ufigster Ruf ist der Revierruf, der zur Fortpflanzungszeit, vereinzelt aber auch im Herbst zu hören ist â ein zweisilbiges, lautes und unmelodisches göö-gock oder kotock (Hörbeispielcite-ref-10[10]). Die individuellen Rufe einzelner HĂ€hne sind dabei auch fĂŒr das menschliche Ohr gut zu unterscheiden. DiesjĂ€hrige HĂ€hne Ă€uĂern im Herbst bereits eine noch nicht ganz ausgereift klingende Variante. Aufgescheuchte HĂ€hne geben ein gögök Ă€hnlicher QualitĂ€t von sich, das bei Aufregung gereiht vorgetragen wird und sich zu einem fast kreischenden kuttuk-kuttuk kuttuk kuttuk-uk steigern kann (Hörbeispielcite-ref-11[11]). Beim abendlichen Aufsuchen des Schlafplatzes wird zur Fortpflanzungszeit ein zwei- bis dreisilbiger Melderuf, ein kokokok oder toketok, geĂ€uĂert. Weitere Rufe sind meist nur wĂ€hrend des Balzgeschehens oder bei Kampfhandlungen zu vernehmen, wie ein in Balzstimmung laufend geĂ€uĂertes, gluckendes gu gu gu guuu oder der Futterlockruf gaugau gau oder kutj kutj kutj. Von streitenden HĂ€hnen hört man ein trr-trr-trr-trr oder ein tiefes, raues krrrah als Kampfruf. Misstrauen wird mit vorgestrecktem Kopf und einem krrk-Laut ausgedrĂŒckt.cite-ref-gb-stimme-12-0[12]
Die LautĂ€uĂerungen der Hennen sind wenig auffĂ€llig und selten zu vernehmen. Aufgescheucht Ă€uĂern sie ein zischendes zi-zik zi-zik oder bei groĂer Erregung ein durchdringendes iii-Ă€ss iii-Ă€as. Die bei Streitigkeiten unter Hennen geĂ€uĂerten Laute Ă€hneln denen der HĂ€hne. Als Paarungsaufforderung wird ein raues kia kia abgegeben.cite-ref-gb-stimme-12-1[12]
FĂŒhrt das Weibchen KĂŒken, kann man bisweilen einen tiefen, gereihten Warnruf, einen gluckenden Sammelruf oder ein hohes ki ki ki ⊠als Lockruf vernehmen. Die bis zu sieben Wochen alten KĂŒken Ă€uĂern ein ter-rit oder ter-wit als StimmfĂŒhlungsruf.cite-ref-gb-stimme-12-2[12] Der Warnlaut ist ein lautes tjurip. FĂŒhlen sie sich verlassen, geben sie ein langgezogenes tiieerp von sich.cite-ref-13[13]
Verhalten und AktivitÀt
Der Fasan schreitet meist mit recht langen Schritten, wobei der Schwanz in der Waagerechten oder schrĂ€g in die Höhe gehalten wird. Wird er aufgescheucht, fliegt er gerĂ€uschvoll auf, aber meist nur ĂŒber kurze Strecken. Geschieht dies mehrfach, versucht er schlieĂlich, zu FuĂ zu entkommen und Deckung zu finden. Er lĂ€uft schnell und ausdauernd. Der Flug wirkt unbeholfen mit flatterndem FlĂŒgelschlag, ist aber mit 40â60 km/h recht schnell. In dichtem GelĂ€nde fliegt der Fasan oft nahezu senkrecht auf.cite-ref-14[14] In den Sumpfgebieten seines mittelasiatischen Verbreitungsgebiets bewegt sich der Fasan zum Teil auch ĂŒber kurze Strecken schwimmend fort.cite-ref-15[15]
Fasane schlafen meistenteils in BĂ€umen, manche Unterarten wohl auch auf dem Boden oder im dichten Schilf.cite-ref-r-aktivitaet-16-0[16] Im Sommerhalbjahr beginnen die HĂ€hne etwa eine bis anderthalb Stunden vor Sonnenaufgang zu rufen und verlassen den Schlafplatz bei Sonnenaufgang. Bei vollem Tageslicht ist dann der Revierruf immer wieder in kurzen AbstĂ€nden zu vernehmen, und die Vögel beginnen auf offenen FlĂ€chen des Reviers mit der Nahrungsaufnahme. Nach zwei bis drei Stunden wird oft eine TrĂ€nke und danach ein Ruheplatz aufgesucht. Der RĂŒckzug wird wieder von Revierrufen begleitet. Der Ruheplatz liegt meist gut verborgen im Buschwerk, wo in ausgescharrten Mulden SandbĂ€der genommen und die Mittagsstunden ruhend verbracht werden. Ein zweiter AktivitĂ€tsgipfel liegt in den spĂ€ten Nachmittagsstunden, die wiederum mit der Nahrungssuche verbracht werden, bevor sich dann die Vögel nach Sonnenuntergang mit gefĂŒlltem Kropf zu den SchlafplĂ€tzen zurĂŒckziehen. Von dort sind dann die abendlichen Melderufe bis zum Einbruch der Dunkelheit zu vernehmen. Bei schlechtem Wetter kann sich der Ablauf verzögern, im Winter ist die AktivitĂ€t oft stark eingeschrĂ€nkt. Bei winterlicher KĂ€lte ĂŒbernachten die Vögel oft in eng zusammenrĂŒckenden Schlafgemeinschaften.cite-ref-r-aktivitaet-16-1[16]cite-ref-17[17]
Verbreitung
Die natĂŒrliche Verbreitung des Fasans erstreckt sich durch den SĂŒden der Zentral- und OstpalĂ€arktis sowie ĂŒber Teile der Orientalischen Region. Sie reicht zum einen vom Schwarzen Meer in einem breiten GĂŒrtel sĂŒdlich der Wald- und Steppenzone ostwĂ€rts bis ins westchinesische Qinghai und zum SĂŒdrand der Gobi. Das Areal ist hier sehr stark zergliedert, wobei die Teilareale meist auf einzelne Unterarten entfallen und gröĂtenteils isoliert voneinander liegen. Zum anderen erstreckt sich östlich davon vom Ă€uĂersten SĂŒdosten Sibiriens und dem nordöstlichen China ein groĂes, geschlossenes Areal sĂŒdwĂ€rts ĂŒber den gröĂten Teil Chinas sowie Korea und Taiwan bis in den Norden von Vietnam, Laos, Thailand und Myanmar. Hier sind die ĂbergĂ€nge zwischen den Unterarten meist flieĂend.
Ob es sich bei den Populationen an der tĂŒrkischen SchwarzmeerkĂŒste, in Thrakien und Makedonien um autochthone Vorkommen handelt, ist umstritten.cite-ref-18[18]
Zudem wurde die Art in vielen Teilen der Welt mit unterschiedlichem Erfolg eingebĂŒrgert. Heute besiedelt sie groĂe Teile Europas. Selten ist sie hier nur in Griechenland, den italienischen Alpen und in Teilen des sĂŒdlichen Frankreichs. Auf der iberischen Halbinsel sowie im Norden Fennoskandiens fehlt sie fast ganz. In Nordamerika kommt sie in weiten Teilen des sĂŒdlichen Kanada und den gemĂ€Ăigten Breiten der USA vor und wurde zudem auf Hawaii eingebĂŒrgert. Lokal gibt es die Art in Chile, auf beiden Hauptinseln Neuseelands und im sĂŒdaustralischen Bundesstaat Victoria. Auch auf zahlreichen Inseln hat es Ansiedelungsversuche gegeben.
In Japan wurde die Unterart Ph. c. karpowi auf HokkaidĆ eingebĂŒrgert.
Geografische Variation
Die geografische Variation der Weibchen ist wenig ausgeprĂ€gt, die der MĂ€nnchen aber sehr deutlich, so dass ĂŒber 30 Unterarten in 5 Gruppen unterschieden werden können. Dabei verlaufen die Unterschiede teils sehr allmĂ€hlich (klinal), teils gibt es deutliche BrĂŒche zwischen geografisch benachbarten Populationen. Ein Merkmal, das in einer deutlich klinalen Reihe variiert, ist die AusprĂ€gung der ĂŒberwiegend kupferfarbenen Brustfedern, die bei den westlichen Unterarten an der Spitze wenig eingekerbt und breit schwarz gerandet, nach Osten hin stĂ€rker eingekerbt und schmal schwarz gerandet bis bespitzt sind.
torquatus -Gruppe
Die Unterarten dieser Gruppe, die vorwiegend in China beheimatet ist, zeigen einen grĂŒnlich- oder blĂ€ulichgrauen BĂŒrzel und blĂ€ulichgraue OberflĂŒgeldecken. Der Schwanz ist auf gelblich- bis olivbraunem Grund breit schwarz gebĂ€ndert. Bei den östlichen Unterarten sind ein weiĂer Halsring und helle Brauenstreifen ausgeprĂ€gt. Bei den beiden Unterarten strauchi und sohokhotensis ist der erstere schmal, der letztere fehlt. Bei den westlicheren Unterarten fehlt â mit Ausnahme der isolierten Population hagenbecki â auch der Halsring.
âą Ph. c. pallasi Rothschild, 1903 â sĂŒdöstliches Sibirien und nordöstliches China
âą Ph. c. karpowi Buturlin, 1904 â nordöstliches China (sĂŒdliche Mandschurei und nördliches Hebei) und Korea, auf HokkaidĆ eingebĂŒrgert
âą Ph. c. alaschanicus AlphĂ©raky & Bianchi, 1908 â nördliches und mittleres China (westliche AuslĂ€ufer des Helan-Gebirges)
âą Ph. c. formosanus Elliot, 1870 â Taiwan
âą Ph. c. strauchi Przevalski, 1876 â mittleres China (sĂŒdliches Shaanxi und sĂŒdliches und mittleres Gansu)
âą Ph. c. sohokhotensis Burtulin, 1908 â Soho-Khoto-Oase bei Minqin, östliches Gansu, eventuell sind auch die Vögel im Qilian-Gebirge dieser Unterart zugehörig
âą Ph. c. vlangallii Przevalski, 1876 â isoliertes Vorkommen in den SchilfsĂŒmpfen westlich des Qaidam-Beckens im Nordwesten von Qinghai
âą Ph. c. suehschanensis Bianchi, 1906 â westliches und mittleres China (Nordwesten von Sichuan)
âą Ph. c. elegans Elliot, 1870 â westliches und mittleres China (westliches Sichuan)
âą Ph. c. rothschildi La Touche, 1922 â sĂŒdliches und mittleres China (östliches Yunnan) und nördliches Vietnam
âą Ph. c. hagenbecki Rothschild, 1901 â isoliertes Vorkommen im Westen der Mongolei: nördlicher Gobi-Altai bis zum Khara-Usu-See und Flussbecken des Chowd Gol bis zum Achit Nuur
tarimensis -Gruppe
Diese beiden Unterarten stehen zwischen den westlichen und den chinesischen Unterarten. Die Brustfedern sind relativ stark eingeschnitten und die Steuerfedern auf gelblichem Grund breit gebĂ€ndert wie bei der torquatus-Gruppe. Zudem haben sie ein grĂŒnglĂ€nzendes Band um die Bauchmitte.
âą Ph. c. shawii Elliot, 1870 â westliches und sĂŒdliches Xinjiang von Hotan ostwĂ€rts durch das Tarimbecken bis zum Unterlauf des Aksu, am Oberlauf des Tarim
mongolicus -Gruppe
Diese Gruppe bewohnt â im Gegensatz zu dem, was der Name impliziert â nicht die Mongolei, sondern lebt westlich des Altai. Die beiden Unterarten zeigen einen breiten, vorne nicht geschlossenen, weiĂen Halsring und oberseits ein grĂŒnglĂ€nzendes Kupferrot, weiĂe OberflĂŒgeldecken und rötliche BĂŒrzel. Die BĂ€nderung des eher rötlichen Schwanzes ist schmal.
âą Ph. c. turcestanicus Lorenz, 1896 â Kasachstan, Flusstal des Syrdarja
âą Ph. c. mongolicus J. F. Brandt, 1844 â SĂŒdost-Kasachstan vom Qaratau bis zum Siebenstromland und bis nach Xinjiang
principalis -Gruppe
Diesen Unterarten fehlt der Halsring oder er ist nur angedeutet. Die Oberseite ist rötlich getönt und die OberflĂŒgeldecken sind weiĂ. Auch hier ist der BĂŒrzel rotbraun und der rötliche Schwanz schmal gebĂ€ndert.
âą Ph. c. zerafschanicus Tarnovski, 1893 â Tal des Serafschan von Samarkand westwĂ€rts
âą Ph. c. bianchii Buturlin, 1904 â Oberlauf des Amudarja von Kelif in Turkmenistan ostwĂ€rts bis ins östliche Usbekistan, das sĂŒdliche Tadschikistan und den Norden Afghanistans
âą Ph. c. zarudnyi Buturlin, 1904 â TĂ€ler des mittleren Amudarja von Kerki nordwĂ€rts bis Darganata
âą Ph. c. principalis P. L. Sclater, 1885 â Ăstliche AuslĂ€ufer des Kopet-Dag, FlusstĂ€ler von Tejen, Murgab und Kushka, im Iran bis Chorasan und in Afghanistan bis zum Tal des Hari Rud
colchicus -Gruppe
Diese Gruppe ist eher purpurn getönt und der Halsring fehlt. Die OberflĂŒgeldecken sind gelbbraun und der BĂŒrzel rotbraun. Der rötliche Schwanz ist schmal gebĂ€ndert, wie bei allen westlichen Unterarten.
âą Ph. c. persicus Severtsov, 1875 â Gebiet des Kopet-Dag, vermischt sich im Westen mit Ph. c. talischensis
âą Ph. c. colchicus Linnaeus, 1758 â Westliches Georgien, nordöstliches Aserbaidschan, sĂŒdliches Armenien und nordwestlicher Iran
Systematik
Von einigen Autoren wird auch der in Japan beheimatete Buntfasan (Phasianus versicolor) mit den drei Unterarten versicolor, robustipes und tanensis dem Fasan zugeordnet. DafĂŒr spricht, dass die AusprĂ€gung der Brustfedern die eindeutige Fortsetzung der klinalen Reihe bei den Unterarten von Phasianus colchicus darstellt und auch die Steuerfedern, der BĂŒrzel und die OberflĂŒgeldecken sich von der letztgenannten Art nicht deutlich abheben. AuffĂ€lliges Unterscheidungsmerkmal ist aber die dunkelgrĂŒne FĂ€rbung des Körpergefieders, so dass der Buntfasan meist als eigene Art mit dem Fasan in eine Superspezies gestellt wird.cite-ref-19[19]
Lebensraum
Der Fasan benötigt in seinem Lebensraum ausreichende Deckung, offene FlĂ€chen, die zur Nahrungsaufnahme und zur Balz genutzt werden können, sowie ein ganzjĂ€hrig gewĂ€hrleistetes Nahrungsangebot. Eine weitere Voraussetzung ist das Vorhandensein von Trinkwasser: Besonders in den Trockengebieten Mittelasiens ist die Art daher an FlusslĂ€ufe und GewĂ€sser gebunden, doch auch in anderen Teilen des Verbreitungsgebiets werden solche LebensrĂ€ume bevorzugt angenommen. Im Winter werden schneereiche Gebiete gemieden, was oft die Höhenverbreitung limitiert. Im Sommer begnĂŒgt sich die Art teils auch mit notdĂŒrftiger oder kleinrĂ€umiger Deckung; im Winter muss diese auch bei strenger Witterung genĂŒgend Schutz bieten. Ist dies im Sommerrevier nicht gegeben, findet zum Winter hin ein Biotopwechsel statt. Die Art wandert aber meist nur wenige Kilometer. Aufgrund der geselligen Lebensweise im Winterhalbjahr können dann ganze Populationen mit relativ kleinen Ăberwinterungsgebieten auskommen.cite-ref-glutzbiotop-20-0[20]
Die ursprĂŒngliche Verbreitung der Art liegt aufgrund dieser AnsprĂŒche vor allem sĂŒdlich der geschlossenen Wald- und Steppenzonen, wo natĂŒrlicherweise ein kleinrĂ€umiges Mosaik aus Feuchtgebieten, lichten WĂ€ldern und Buschland sowie offenen Gras- und HalbwĂŒsten optimale Bedingungen bietet. Diese Bedingungen finden sich auch in der europĂ€ischen Kulturlandschaft, so dass sich die Art hier im Vergleich zu anderen HĂŒhnervögeln recht erfolgreich einbĂŒrgern lieĂ. Die einzelnen Unterarten unterscheiden sich dabei in ihren ökologischen AnsprĂŒchen teils recht deutlich, was sich auch in den unterschiedlichen EinbĂŒrgerungserfolgen niedergeschlagen hat und an Orten, wo heute sowohl der colchicus- als auch der torquatus-Typ vorkommen, besonders auffĂ€llig wird. WĂ€hrend ersterer eher an WĂ€lder gebunden ist, besiedelt der letztere durchaus auch relativ offene Gras- und Kulturlandschaften.cite-ref-glutzbiotop-20-1[20]
In der Kaukasusregion und am Kaspischen Meer kommt der Fasan in lichten WÀldern mit dichtem Unterwuchs aus Brombeeren, in Galerie- und AuwÀldern, Röhricht- oder WeidenbestÀnden und sumpfigen Dickichten vor. Die Höhenverbreitung reicht hier in bewaldeten TÀlern bis 800 m. Bisweilen besiedelt die Art hier auch Teeplantagen.cite-ref-21[21]
In den Trockengebieten zwischen dem Kaspischen Meer und dem Alai lebt der Fasan hauptsĂ€chlich an FlĂŒssen und GewĂ€ssern und besiedelt hier Schilf- und RohrbestĂ€nde, Tamariskendschungel, BestĂ€nde aus Weiden und Ravennagras sowie GaleriewĂ€lder und Tugais. Seltener dringt die Art auch in GebĂŒsche in den Randbereichen der Trockensteppe vor. In der Kulturlandschaft ist sie auch an mit Pfahlrohr bewachsenen GrĂ€ben zu finden. In den Bergen kommt sie unter anderem in GebĂŒschen am Rande der Laubwaldzone vor, wandert aber im Winter in die Ebene ab. Die Höhenverbreitung reicht hier teils bis etwa 3400 m.cite-ref-22[22]
Die Unterarten des Tarimbeckens besiedeln hohe GrasbestĂ€nde und Schilfdickichte. Ăber jene am SĂŒdrand der Gobi ist wenig bekannt.cite-ref-23[23]
Im geschlossenen ostasiatischen Verbreitungsgebiet bewohnen die drei westlichen Unterarten Ph. c. rothschildii, elegans und suehschanensis mit hohem Gras und Farnen bestandene HĂ€nge und GipfelflĂ€chen sowie â mit Ausnahme von suehschanensis â auch lichte NadelwĂ€lder. Die nördlichen Unterarten Ph. c. pallasi, karpowi, strauchi und kiangsuensis zeigen Ă€hnliche AnsprĂŒche wie die der Kaukasusregion und der Buntfasan. Sie brauchen lichte WĂ€lder mit dichtem Unterwuchs, Feldgehölze, Ufer- und Buschvegetation sowie zur Nahrungssuche weite Graswiesen, Felder oder Pflanzungen wie Teeplantagen. Diese Unterarten kommen auch im Bergland und auf Hochebenen in Höhen bis zu 3000 m vor.cite-ref-biotop-t-24-0[24]
Die sĂŒdöstlichen Unterarten Ph. c. torquatus, takatsukasae, decollatus und formosanus leben bevorzugt in SchilfsĂŒmpfen, zeigen sich zur Nahrungssuche aber viel auf Ădland und in der Kulturlandschaft, wie beispielsweise Reis- und Getreidefeldern. Sie sind nicht an WĂ€lder gebunden und bevorzugen die Ebene oder hĂŒgelige Vorgebirge.cite-ref-biotop-t-24-1[24]
ErnÀhrung
Die Nahrung des Fasans ist weitgehend vom Angebot bestimmt, den allergröĂten Anteil macht dabei aber pflanzliche Kost aus. Lediglich in den ersten vier Lebenswochen besteht sie ĂŒberwiegend aus Insekten, danach nimmt der Anteil der tierischen Nahrung stark ab. Die pflanzliche Nahrung besteht meist aus SĂ€mereien, aber auch aus unterirdischen Pflanzenteilen wie Brutknöllchen, Zwiebeln und Wurzeln. Das Spektrum reicht dabei von den winzigen Samen kleiner NelkengewĂ€chse bis hin zu NĂŒssen oder Eicheln. Hartschalige FrĂŒchte werden genauso gefressen wie fĂŒr den Menschen giftige Beeren. Im ausgehenden Winter und im FrĂŒhling werden vermehrt Sprosse und frische BlĂ€ttchen aufgenommen. Das Spektrum der tierischen Nahrung reicht von winzigen Arthropoden ĂŒber RegenwĂŒrmer und Schnecken bis hin zu kleinen Wirbeltieren wie jungen Schlangen oder WĂŒhlmĂ€usen. Kleininsekten und deren Larven werden oft in erstaunlicher Menge und Individuenzahl aufgesammelt. Zur Verdauung werden 1â5 mm groĂe Kiesel (Gastrolithen) oder in deren Ermangelung Teile von SchneckenhĂ€usern oder kleine Knochen aufgenommen. Zur Fortpflanzungszeit werden von den Weibchen vermehrt kalkhaltige Kiesel geschluckt, die möglicherweise am Geschmack erkannt werden.cite-ref-25[25]
Die Nahrungssuche erfolgt ĂŒberwiegend am Boden, wobei teils mit den FĂŒĂen in der Erde gescharrt, zu einem ĂŒberwiegenden Teil aber in seitlicher Bewegung mit dem Schnabel gegraben wird. Dabei arbeitet sich der Vogel auch bisweilen durch bis zu 30â35 cm tiefen Neuschnee. Kleine Lebewesen werden in geduckter Pirschjagd erbeutet, hĂ€ngende Beeren teils vom Boden hochspringend, teils aber auch sitzend in BĂ€umen und StrĂ€uchern abgeerntet. Oft wird die Nahrung in Form winziger Bestandteile aufgepickt, aus gröĂeren FrĂŒchten werden StĂŒcke herausgebissen.cite-ref-26[26]
Wanderungen und Wintergesellschaften
Im Allgemeinen ist der Fasan ein Standvogel. Bietet das Sommerrevier nicht genug Deckung oder ErnĂ€hrungsmöglichkeiten, dann wird lediglich das Biotop gewechselt. Die Wanderungsbewegungen finden bei Bedarf statt und liegen meist bei wenigen Kilometern. Nur von den nördlichen Unterarten Ph. c. turcestanicus, mongolicus und pallasi sind jĂ€hrliche Abwanderungen ĂŒber teils gröĂere Strecken bekannt. Sie wandern schon frĂŒhzeitig im Jahr aus schneereichen Bergregionen in die Ebenen ab.
Ist der Fasan zur Brutzeit territorial, so lebt er im Winterhalbjahr in kleinen oder gröĂeren Gesellschaften, die nicht selten nur aus Vögeln gleichen Geschlechts bestehen. Die VerbĂ€nde der Weibchen umfassen dabei zwischen 10 und 30, selten bis zu 100 Individuen. Die der MĂ€nnchen sind kleiner und bestehen bei gemischtgeschlechtlichen Trupps aus drei bis vier HĂ€hnen und wenigen Hennen oder nur aus zwei bis zehn HĂ€hnen. Besonders in den Gesellschaften der HĂ€hne besteht eine strenge Rangordnung, Streitigkeiten um Futter werden oft vehement ausgetragen. Ăhnliche Strukturen gibt es auch bei den Hennen, die in der Rangordnung immer unter den HĂ€hnen stehen, dort fallen aber die Streitigkeiten meist weniger heftig aus. Die Rangordnung bleibt auch in der Fortpflanzungszeit bestehen: Dominante HĂ€hne besetzen eher Reviere als subdominante Tiere.cite-ref-27[27]
Fortpflanzung
Fasane werden im ersten Jahr geschlechtsreif. WĂ€hrend junge HĂ€hne schon im ersten Herbst fortpflanzungsfĂ€hig sind, reifen die Ovarien der Hennen erst im FrĂŒhjahr.
Zur Fortpflanzungszeit lebt der Fasan in Harem-Polygynie, ein Hahn verpaart sich meist mit ein bis zwei, manchmal drei oder mehr Hennen. Einen Extremfall stellt der Bericht von einem Hybridfasan aus den USA dar, der einen Harem von 16 Hennen hielt.cite-ref-autogenerated2-28-0[28] Nach der Auflösung der Wintergesellschaften besetzt der Hahn ein Revier, in dem er hindurchziehende Hennen an sich zu binden versucht. Ist dies erfolgreich, begleitet er die Hennen auf den tĂ€glichen StreifzĂŒgen durch das Revier. Die Balz findet jeweils paarweise statt. Nach erfolgreicher Begattung sondert sich das Weibchen vom Harem ab und geht alleine dem BrutgeschĂ€ft innerhalb des Reviers nach, wĂ€hrend der Hahn sich gegebenenfalls mit weiteren Weibchen verpaart. Sind alle Hennen am BrĂŒten, verliert der Hahn das Interesse am Revier und verteidigt es nicht weiter. Nur in seltenen AusnahmefĂ€llen wurde davon berichtet, dass HĂ€hne sich am BrutgeschĂ€ft und der Jungenaufzucht beteiligten. Nach der Brutzeit vergesellschaften sie sich dann zum Teil wieder mit Trupps, die sich aus diesjĂ€hrigen Jungvögeln zusammensetzen.
Die Fortpflanzungszeit liegt im gesamten natĂŒrlichen Verbreitungsgebiet mit leichten geografisch und witterungsbedingten Verschiebungen zwischen MĂ€rz und Juni. In Mitteleuropa beginnt sie ab Mitte MĂ€rz und ist meist gegen Ende Mai oder Anfang Juni abgeschlossen. Kopulationen wurden von Ende MĂ€rz bis Ende Juni festgestellt. Es findet nur eine Jahresbrut statt. Bei Gelegeverlust kommt es aber bis zu zwei Mal zu Nachgelegen, so dass spĂ€te Bruten im August und September nicht selten sind.
Abweichungen von der ĂŒblichen PhĂ€nologie kann es in Gebieten geben, in denen der Fasan eingefĂŒhrt wurde. So betrĂ€gt die Dauer der Fortpflanzungszeit im klimatisch gĂŒnstigen Neuseeland teilweise bis zu acht Monate. Hier kommt es wohl auch zu Zweitbruten.cite-ref-29[29]
Revierverhalten
Erste Anzeichen von Revierverhalten kann es in den Wintertrupps der HĂ€hne schon bei warmer Witterung im Herbst und dann wieder ab Februar geben. Die Gesellschaften lösen sich aber meist erst bei dauerhaft mildem Wetter ab MĂ€rz auf. Ranghohe HĂ€hne werden dabei oft von einem rangniederen Tier begleitet. Sie patrouillieren nun auf festgelegten Wegen durch ein Revier, das oft dem vom Vorjahr entspricht, und lassen immer hĂ€ufiger und regelmĂ€Ăig den Revierruf hören. Sie dulden zunĂ€chst noch die rangniederen âTrabantenâ in ihrer NĂ€he, spĂ€ter werden diese aber als Rivalen vehement vertrieben und ziehen sich an die Reviergrenzen zurĂŒck, wo sie auf eine Gelegenheit warten, ein eigenes Revier zu besetzen oder in Abwesenheit des Revierinhabers Kontakt zu dessen Hennen zu suchen. Nicht selten kommt es dabei zu Kopulationsversuchen. Manche dieser HĂ€hne wandern hingegen ab und mitunter gelingt ihnen die Besiedelung neuer Gebiete.
Der Fasanenhahn bekundet seinen Revieranspruch durch lautes Rufen, das er auf dem Höhepunkt der Fortpflanzungszeit alle 10 bis 15 Minuten wiederholt. Dazu sucht er sich eine erhöhte Stelle wie einen Grasbulten, richtet sich auf und schlĂ€gt zunĂ€chst lautlos mit den FlĂŒgeln. Der Schwanz wird dabei aufgerichtet oder als StĂŒtze genutzt. Dann wirft der Vogel den Kopf auf und lĂ€sst neben einem lauten Go-gock ein weithin hörbares âFlĂŒgelpurrenâ hören. Wenn sie in Hörweite sind, reagieren MĂ€nnchen in benachbarten Revieren darauf mit einem etwas leiseren Doppelruf.
Nicht selten kommt es an Reviergrenzen zu Streitigkeiten. Die HĂ€hne sehen sich mit gestrĂ€ubtem Gefieder und geschwollenen roten Gesichtspartien an und laufen unter drohenden Rufen an der Reviergrenze nebeneinanderher oder fixieren sich mit herabgehaltenen Köpfen und rupfen demonstrativ Gras aus. Kommt es zum Angriff, fliegen die HĂ€hne Brust an Brust in die Höhe und versuchen sich dann mittels Schnabel und FĂŒĂen zu verletzen. Meist gibt einer der HĂ€hne aber recht schnell auf und wird dann vom Sieger verjagt. Oft enden Revierstreitigkeiten auch, indem ein unterlegener Hahn auf die Drohpose des anderen hin eine unterwĂŒrfige Haltung einnimmt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die GröĂe der roten Gesichtspartien, die bei dominanten HĂ€hnen meist stark geschwollen und beim Unterlegenen meist klein bleiben. Versuche, bei denen diese Partien durch aufgemaltes Rot kĂŒnstlich vergröĂert wurden, fĂŒhrten zu lĂ€ngeren Auseinandersetzungen.cite-ref-autogenerated1-30-0[30]
Die GröĂe eines Fasanenreviers liegt zwischen 12 und 45 ha und kann wĂ€hrend der gesamten Brutzeit noch stark schwanken.cite-ref-31[31]
Anpaarung und Balz
Die Wintergesellschaften der Weibchen lösen sich etwa zur Zeit der Revierbildung bei den HĂ€hnen auf, und die Hennen streifen hernach auf offenen FlĂ€chen durch die bereits besetzten Reviere. Sie werden dann von den balzenden HĂ€hnen umworben, die um die Hennen mit gestrĂ€ubtem RĂŒckengefieder, geschwollenen roten Gesichtspartien und gefĂ€chertem Schwanz herumlaufen und ihnen dabei mit abgesenktem FlĂŒgel die Seite zuwenden. Mittels der LuftsĂ€cke erzeugen sie dabei ein zischendes GerĂ€usch und lassen die Schwanzfedern gerĂ€uschvoll vibrieren.
Nach der Anpaarung gesellt sich die Henne gegebenenfalls zu einem bestehenden Harem. Der Hahn folgt nun offenbar auf den tĂ€glichen StreifzĂŒgen den Hennen, die zum Teil auch durch ihren Aktionsradius die GröĂe des Reviers beeinflussen und damit auch Revierstreitigkeiten zwischen HĂ€hnen herbeifĂŒhren können.
WĂ€hrend der StreifzĂŒge durch das Revier gibt der Hahn fortwĂ€hrend glucksende Kontaktlaute von sich. Bisweilen lockt er eine Henne mit dem Futterlockruf kuj-kutj-kutj herbei und prĂ€sentiert ein entdecktes StĂŒck Nahrung mit erhobenem Schwanz und geduckter Haltung dem Weibchen. Ebenso balzt er bisweilen eine Henne in der bereits beschriebenen âSeitenbalzâ an. In deren Verlauf kann es zu VerfolgungslĂ€ufen, aber auch zu einer Paarungsaufforderung des Weibchens und einer Kopulation kommen. SpĂ€ter finden auch ohne Balz auf eine kurze Aufforderung des Weibchens hin Kopulationen statt. Balz und Kopulation werden jeweils abseits des Harems ausgefĂŒhrt, und eine Henne kann sich dadurch entziehen, dass sie sich wieder den anderen Hennen anschlieĂt.
Zwischen den Hennen eines Harems kommt es nicht selten zu rivalisierendem Verhalten und KĂ€mpfen, wobei nicht abschlieĂend geklĂ€rt ist, worum es in diesen Auseinandersetzungen geht.cite-ref-autogenerated1-30-1[30]
BrĂŒtende Hennen scheiden aus dem Harem aus. Bisweilen kommen auch nach der Brutzeit noch Hennen dazu oder einzelne Hennen verlassen das Revier, was vom Hahn nicht weiter beachtet wird. Erst wenn die letzte Henne brĂŒtet, gibt er das Revier auf oder versucht weitere Hennen aus den Nachbarrevieren abzuwerben.
Nestbau, Gelege und BebrĂŒtung
Das Nest besteht aus einer flachen Mulde von 12â27 cm Durchmesser und 2â12 cm Tiefe. Diese ist entweder schon vorhanden oder wird vom Weibchen ausgescharrt oder geformt und höchstens mit einigen spĂ€rlichen Halmen, Wurzeln oder Reisern ausgekleidet. Sie befindet sich meist auf dem Boden und ist von der Krautschicht oder der unteren Strauchschicht gut gedeckt. Oft werden Nester am Rande von Dickichten oder Hecken angelegt und nicht selten stehen sie in der Mitte von Grasbulten. Einige Nester finden sich auch erhöht auf Heuballen oder Kopfweiden oder auch in verlassenen Nestern von Tauben, KrĂ€hen oder Greifvögeln. Diese können sich bis zu 10 m hoch befinden.
Die mĂ€Ăig bis stark glĂ€nzenden Eier sind ungezeichnet, stumpfoval und durchschnittlich 46 mm Ă 36 mm groĂ. Die FĂ€rbung liegt zwischen braun bis olivbraun und olivgrĂŒn bis blaugrau und kann innerhalb eines Geleges stark variieren. Die GelegegröĂe variiert teils bei den Unterarten und liegt zwischen 4 und 16 Eiern, meist aber zwischen 8 und 12. GröĂere Gelege stammen vermutlich meist von zwei Hennen. Ersatzgelege sind meistens kleiner.
Ist noch kein Nest vorhanden, verlegen Hennen die ersten Eier hĂ€ufig in die Nester anderer Hennen oder sogar anderer Vogelarten wie anderen HĂŒhnervögeln, Enten oder Rallen. Manche Eier werden auch einfach in der Landschaft abgelegt. Zu kleine Gelege werden bisweilen durch runde Kieselsteine ergĂ€nzt.
Die Eier werden meist mit 24 Stunden Abstand in der Mittagszeit abgelegt, bisweilen wird eine bis zu zweitĂ€gige Pause eingelegt. Der frĂŒheste Legebeginn liegt in Mitteleuropa Mitte MĂ€rz, die meisten Eier werden zwischen Ende April und Anfang Juni abgelegt. Die BebrĂŒtung beginnt nach Ablage des letzten Eies oder 1 bis 2 Tage spĂ€ter. Sie dauert etwa 23 Tage, bei hĂ€ufigen Störungen auch lĂ€nger.
Jungenaufzucht
Junge Fasane sind NestflĂŒchter, die nach dem SchlĂŒpfen nur wenige Stunden zum Trocknen im Nest bleiben, dann der Henne folgen und in deren NĂ€he eigenstĂ€ndig ihre Nahrung suchen. Sie sind mit 10â12 Tagen flugfĂ€hig und noch etwa 70â80 Tage von der Henne abhĂ€ngig, die ihnen Futterquellen aufzeigt und sie gegen Feinde verteidigt. Auf Bodenfeinde reagiert sie durch Verleiten, gegen kleinere Luftfeinde werden die KĂŒken verteidigt, bis sie Deckung aufgesucht haben.cite-ref-32[32]
Sterblichkeit und Alter
Im natĂŒrlichen Verbreitungsgebiet in Mittelasien zĂ€hlen zu den hauptsĂ€chlichen PrĂ€datoren Goldschakal, Rotfuchs und Rohrkatze, verwilderte Hauskatzen und streunende Hunde sowie Greifvögel, Eulen und Rabenvögel.cite-ref-33[33]
Der Anteil der Gelegeverluste liegt mit 42 und 85 % oft recht hoch. Aufgrund von Nachgelegen haben jedoch meist 70â80 % der Weibchen einen Bruterfolg. Durchschnittlich liegt die Anzahl der ĂŒberlebenden Jungvögel bis zum Zeitpunkt der SelbstĂ€ndigkeit bei 3,4â7 pro Henne.
Verschiedene Untersuchungen aus Europa belegen eine hohe Sterblichkeit von etwas ĂŒber 80 % im ersten Jahr. Die Ursachen sind nicht ganz klar. SpĂ€ter liegt sie bei knapp 60 %. Die durchschnittliche Jahressterblichkeit bei HĂ€hnen liegt bei knapp 80 %, bei Hennen etwas ĂŒber 60 %. Die durchschnittliche Lebenserwartung der HĂ€hne nach dem ersten Jahr betrĂ€gt 9 Monate, die fĂŒr Hennen 14 Monate. Eine Population besteht also meist nur aus wenigen JahrgĂ€ngen.
Das durch einen Ringfund belegte Höchstalter eines freilebenden Fasans betrug 7 Jahre und 7 Monate.cite-ref-34[34]
Bestandsentwicklung
Der Fasan ist zwar die einzige HĂŒhnervogelart, die mit wirklichem Erfolg auĂerhalb ihrer natĂŒrlichen Verbreitung angesiedelt wurde, jedoch unterliegen die BestĂ€nde dort immer groĂen Schwankungen und können meist nicht auf Dauer ohne Aussetzungen von Zuchtvögeln und WinterfĂŒtterungen ĂŒberleben. Besonders deutlich wurde dies wĂ€hrend und nach dem Zweiten Weltkrieg, als in Mitteleuropa die BestĂ€nde bis auf Restvorkommen in optimalen Habitaten fast vollstĂ€ndig zusammengebrochen waren und nur durch massive Aussetzungen in den 1950er- und 60er-Jahren wieder auf den alten Stand gebracht werden konnten.cite-ref-35[35] In den Niederlanden gab es um die 1990er-Jahre starke RĂŒckgĂ€nge (um 50 %), nachdem Aussetzungen weitgehend unterbunden worden waren,cite-ref-36[36] und in Baden-WĂŒrttemberg ist eine Ă€hnliche Entwicklung durch ausbleibende Aussetzungen spĂŒrbar gewesen. Zum Teil sind die BestandsrĂŒckgĂ€nge aber auch auf die Intensivierung der Landwirtschaft zurĂŒckzufĂŒhren, deren Auswirkungen auch Aussetzungen nicht maĂgeblich mindern können. In optimalen Habitaten wie Auenlandschaften oder Moorgebieten kann die Entwicklung jedoch auch deutlich anders aussehen. Hier gibt es offenbar auch ohne Aussetzungen bisweilen deutliche Bestandszunahmen.cite-ref-37[37]
Ăber die Bestandsentwicklungen im natĂŒrlichen Verbreitungsgebiet liegen nur wenige Daten vor. Eine deutliche Verkleinerung der Vorkommen der Unterart Ph. c. colchicus seit der Antikecite-ref-38[38] und Untersuchungen der Ausbreitungsgeschichte in den mittelasiatischen Trockengebietencite-ref-39[39] lassen langfristige Arealverluste vermuten. Kurzfristig wirken sich schneereiche Winter auf die BestĂ€nde aus und sorgen oft fĂŒr erhebliche BestandseinbuĂen, die aber aufgrund der hohen ReproduktionsfĂ€higkeit meist recht bald wieder ausgeglichen werden.cite-ref-autogenerated2-28-1[28]
Die Bestandssituation des Fasans wurde 2016 in der Roten Liste gefĂ€hrdeter Arten der IUCN als âLeast Concern (LC)â = ânicht gefĂ€hrdetâ eingestuft.cite-ref-iucn-40-0[40] Der Weltbestand wird grob auf 45â300 Millionen Vögel, der europĂ€ische Bestand auf 3.400.000â4.700.000 Brutpaare geschĂ€tzt.cite-ref-41[41]
Fasan und Mensch
Ausbreitungsgeschichte
Die Verbreitung des Fasans durch den Menschen ist zum Teil recht gut durch historische Quellen belegt, wird aber nur ungenĂŒgend durch archĂ€ologische Befunde gestĂŒtzt. Ein Problem ist zudem die Differenzierung zwischen der Haltung in Zuchtbetrieben und der durch Auswilderung begrĂŒndeten freilebenden Populationen. Zwischen diesen Phasen der Ausbreitung kann oft ein erheblicher Zeitraum liegen, wie beispielsweise in DĂ€nemark, wo seit 1560 Fasanenhaltungen belegt sind, die endgĂŒltige EinbĂŒrgerung aber offenbar erst 1840 stattgefunden hat.cite-ref-glutz-historie-42-0[42]
Seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. ist die Art bei den Griechen bekannt und wurde dort offenbar gehalten, wie griechische Grabinschriften zum Gedenken an âFasanenmeisterâ (ÏαÏÎčÎ±ÎœÎŹÏÎčÎżÎč) belegen.cite-ref-pauly-43-0[43] Vermutlich gelangten die Vögel ĂŒber den Schwarzmeerhandel dorthin.cite-ref-phasis-44-0[44]
Die nÀchsten Nachweise stammen aus der Zeit der PtolemÀer, dann gibt es erst wieder ErwÀhnungen aus der Römischen Kaiserzeit.cite-ref-pauly-43-1[43] Wie weit der Fasan durch die Römer verbreitet wurde und ob es zu diesen Zeiten in Mittel- und Westeuropa schon freilebende Populationen gab, ist nicht bekannt.cite-ref-glutz-historie-42-1[42]
Auch im frĂŒhen Mittelalter beziehen sich die meisten Nachweise auf die Zucht. So verfĂŒgte etwa Karl der GroĂe die Haltung auf seinen Pfalzen.cite-ref-phasis-44-1[44] Im Kloster St. Gallen und in Böhmen begann die Haltung etwa im 11. Jahrhundert. In England wurden zwar Reste von Fasanen aus römischer Zeit gefunden, vermutlich wurde er dort aber erst endgĂŒltig von den Normannen um 1059 eingefĂŒhrt. Erste freilebende Populationen in Mitteleuropa gibt es offenbar seit dem 12. und 13. Jahrhundert im Rheinland.cite-ref-glutz-historie-42-2[42] Albertus Magnus beschrieb frei lebende Fasane in einem Kölner Klostergarten.cite-ref-referencea-45-0[45]
Im Bereich des alten Deutschen Reiches breitete sich der Fasan im 15. Jahrhundert in Tirol und Sachsen aus. Diese und andere Ausbreitungen des Verbreitungsgebietes gehen auf Auswilderung von Fasanen zurĂŒck. So setzte der KurfĂŒrst Friedrich der Weise um 1500 200 Fasane in Sachsen aus.cite-ref-referencea-45-1[45] Im 16. Jahrhundert besiedelte die Art Ungarn, Hessen, die Steiermark und Schlesien und im Laufe des 17. Jahrhunderts wurde er auch in Mecklenburg, Braunschweig, im Aargau, in Salzburg und in Hannover ansĂ€ssig. Auch auf verschiedenen Inseln wurden im ausgehenden Mittelalter und in der FrĂŒhen Neuzeit erfolgreich Fasane ausgesetzt, so auf St. Helena 1513 und auf Madeira 1667. Belgien und Holstein wurden vermutlich Mitte des 18. Jahrhunderts besiedelt, fĂŒr Pommern ist das 19. Jahrhundert und fĂŒr die Ostfriesischen Inseln das Ende desselbigen bestĂ€tigt.cite-ref-glutz-historie-42-3[42]
Anfang des 20. Jahrhunderts war der Fasan auch in groĂen Teilen Nordeuropas, Nordamerikas, auf Zypern, den Nordfriesischen Inseln, Neuseeland und Teilen Australiens eingefĂŒhrt.cite-ref-glutz-historie-42-4[42]
In Japan wurde die Unterart Ph. c. karpowi vor dem 17. Jahrhundert auf Tsushima eingefĂŒhrt, aber erst ab 1925 auf HokkaidĆ.
Mythologie und Kulturgeschichte
Der Name des Fasans stammt aus der altgriechischen Argonautensage. Wie Agatharchides und spĂ€ter Martial berichten, fangen Jason und seine Mitstreiter am Fluss Phasis prĂ€chtige bunte HĂŒhnervögel. Nach dem damaligen Namen der Landschaft â Kolchis â wĂ€hlte LinnĂ© colchicus als Artname.
Auch sonst gibt es bei den Griechen einige ErwĂ€hnungen: Aristophanes verspottet in einer seiner Schriften einen FasanenzĂŒchter namens Leogoras, und Aristoteles erwĂ€hnt das Sandbaden des Fasans gegen LĂ€use.cite-ref-pauly-43-2[43] Bei den Römern schreibt Plinius der Ăltere ĂŒber die Federohren des Fasans, Seneca nutzt ihn in seinen âDialogenâ als Symbol fĂŒr Tafelluxus.cite-ref-pauly-43-3[43] Galenus beschreibt Fleisch und Eier als bekömmlich. Aus der Antike sind zudem ĂŒber 100 farbige Mosaike bekannt, die die Art zeigen.cite-ref-lexikon-ma-46-0[46]
Im Mittelalter galt der Fasan als Inbegriff der Luxusspeisen und der Schwelgerei, er spielte aber auch in der Volksmedizin eine Rolle, wo Blut, Fett, Galle und Kot sowie als RĂ€uchermittel die Federn Verwendung fanden. In Pesttraktaten wurde der Verzehr gegen Fieber und Pest empfohlen. In mittelalterlichen Buchmalereien tritt der Fasan lediglich als dekoratives Element in Erscheinung. In einer griechischen Rezension des Physiologus wird er jedoch aufgrund der Tatsache, dass Hennen den JĂ€ger von ihren KĂŒken fortlocken, als Sinnbild des Teufels angesehen.cite-ref-lexikon-ma-46-1[46]
In der Symbolik der bildenden Kunst spĂ€terer Jahrhunderte ersetzt der Fasan oft den Pfau und steht dann entsprechend als Symbol der Auferstehung (Phönix), fĂŒr die Göttin Hera, als Symbol der Liebe, der Wollust oder des Hochmuts. Besonders Fasanenpasteten wurden als Allegorie der Superbia und der Gula abgebildet â ab dem 15. Jahrhundert wurde der gebratene Fasan oft im vollen Gefieder serviert. Einzige eigenstĂ€ndige Bedeutung in der Ikonografie hat der vom Habicht verfolgte Fasan als Sinnbild der verfolgten Seele.cite-ref-47[47] SpĂ€ter ist der Fasan ein beliebtes Motiv in Jagdstillleben und LandschaftsgemĂ€lden. Eine besondere Rolle kam dem Fasan beim Fasanenfest 1454 am burgundischen Hof zu.
In seiner ostasiatischen Heimat spielt der Fasan eine bedeutende Rolle in Symbolik und Volksaberglauben. In China steht er fĂŒr Licht, Wohlstand, GlĂŒck und Schönheit, in Japan fĂŒr Schutz, Mutterliebe und Tugend. LieĂ der Fasan nicht zu Anfang des 12. Monats seinen Revierruf hören, war das ein Zeichen fĂŒr die Ankunft einer groĂen Flut, hatte er zur Mitte desselben noch nicht gerufen, dann wĂŒrden die Frauen unsittlich und wĂŒrden â teils als Fasanengeister in Menschengestalt â die MĂ€nner verfĂŒhren. Ein altes Brettspiel lĂ€sst den Fasan zum Gegner der Eule werden.cite-ref-48[48] Auch in der Mythologie taucht der Fasan hĂ€ufig auf. So ist einer der drei Begleiter der NĂŒwa ein neunköpfiger Fasan, und der Fenghuang, eine Art Phönix, hat einen Fasanenkopf.cite-ref-49[49]
Bejagung
Da sich der Fasan in der Kulturlandschaft der gemĂ€Ăigten Breiten verhĂ€ltnismĂ€Ăig gut hĂ€lt, sein Sozial- und Fortpflanzungsverhalten fĂŒr einen stĂ€ndigen âĂberschussâ nichtterritorialer HĂ€hne sorgt und die ReproduktionsfĂ€higkeit recht hoch ist, ist er ein Jagdwild, das sich intensiv bewirtschaften lĂ€sst.cite-ref-50[50] Zudem ist die Art kulinarisch attraktiv, und JĂ€ger schĂ€tzen, dass die aufgescheuchten Vögel recht hoch auffliegen, was sie fĂŒr die SchieĂjagd prĂ€destiniert.
Noch bis 1900cite-ref-hiller-51-0[51] gehörte der Fasan in Deutschland zum Hochwild, und in vorigen Jahrhunderten war die Jagd vielerorts den Landesherren vorbehalten. Wildbann und spezielle Jagdgesetze sind seit dem 13. Jahrhundert nachweisbar,cite-ref-lexikon-ma-46-2[46] und Wilderei wie die Entnahme von Eiern wurden bis in die Neuzeit mit hohen (Geld-)Strafen belegt.cite-ref-kruenitz-52-0[52] Im Mittelalter wurde der Fasan mit Netzen, Fangschlingen, Armbrust und Bogen bejagt. Bedeutender war aber die Beizjagd mit dem Habicht und gröĂeren Falkenarten.cite-ref-lexikon-ma-46-3[46] Im 18. Jahrhundert nutzte man zum Aufstöbern einen Hund (âFasanenbellerâ) und schoss den Vogel vom Baum, wenn dieser dort landete. Eine Variante war es, nachts im Mondlicht oder mit UnterstĂŒtzung von Blendlaternen die Fasane am Schlafplatz zu erlegen. Zudem wurden Fasane mit Steckgarnen, in Treibnetzen und Schlingen gefangen.cite-ref-kruenitz-52-1[52]cite-ref-stinglwagner-53-0[53]
Seit Ende des 18. Jahrhunderts wurde durch die Verbesserung der Jagdwaffen, die Entwicklung von Schroten und die Dressur von Vorstehhunden die SchieĂjagd verbreiteter und verdrĂ€ngte im Laufe des 19. Jahrhunderts andere Formen der Jagd auf Niederwild, die man nun als nicht mehr waidgerecht ansah.cite-ref-hiller-51-1[51] Heute wird der Fasan daher hauptsĂ€chlich suchend und buschierend in Einzeljagd oder in Gesellschaftstreibjagden bejagt.cite-ref-nuesslein-54-0[54] Letztere werden in groĂem Umfang in Tschechien, in der Slowakei, in Ungarn, England und auch DĂ€nemark angeboten, wo es GĂŒter gibt, die ganz auf Fasanenjagd ausgerichtet sind und vorwiegend davon leben. Hier sind Tagesstrecken von 500 bis 800 Vögeln durchaus nicht ungewöhnlich.cite-ref-55[55]
Die Jagdzeit liegt im Herbst und im Winter. In Deutschland beginnt sie gemÀà § 1 Bundesjagdzeitenverordnung am 1. Oktober und endet am 15. Januar, einzelne BundeslĂ€nder haben jedoch kĂŒrzere Jagdzeiten.cite-ref-56[56] Es werden vorwiegend HĂ€hne bejagt, um ein GeschlechterverhĂ€ltnis um 1:5 zu erhalten. Wenn Hennen geschossen werden, dann meist Ă€ltere Tiere.cite-ref-nuesslein-54-1[54]
Hege und Aussetzung
Wenn sich auch freilebende Populationen des Fasans recht gut in der Kulturlandschaft Europas und Nordamerikas halten, sind doch meist HegemaĂnahmen und Aussetzungen erforderlich, um den Bestand auf Dauer aufrechtzuerhalten. Fasanenhöfe, die die Aufzucht fĂŒr gezielte Aussetzungen in groĂem MaĂstab betrieben, sind seit dem ausgehenden Mittelalter belegt.cite-ref-stinglwagner-53-1[53]
Man unterscheidet zwischen Zuchtfasanerien, die in groĂen AusmaĂen und unter kĂŒnstlichen Bedingungen Eier und Jungvögel produzieren,cite-ref-stinglwagner-53-2[53] und Wildfasanerien, in denen unter teils erheblichem Aufwand Eier durch HĂŒhner oder Puten oder in Brutmaschinen ausgebrĂŒtet und die Jungvögel in möglichst natĂŒrlicher Umgebung aufgezogen werden.cite-ref-stinglwagner-53-3[53]cite-ref-57[57] Die ausgesetzten FasanenbestĂ€nde werden dann durch weitere HegemaĂnahmen wie WinterfĂŒtterung mit Getreide und anderer pflanzlicher Nahrung oder der Anlage von WildĂ€ckern unterstĂŒtzt. Letztere gewĂ€hrleisten in der intensiv bewirtschafteten Kulturlandschaft ein insektizidfreies Nahrungsangebot fĂŒr die KĂŒken und bieten zudem Deckung und Brutmöglichkeiten.cite-ref-58[58] Als bedenklich gilt die Verfolgung und Bejagung natĂŒrlicher Beutegreifer zum Schutz des Fasans, die besonders in den 1960er-Jahren intensiv betrieben wurde und manchmal auch noch heute betrieben wird.cite-ref-59[59]
Nutzung
Der Fasan wird als delikates WildgeflĂŒgel geschĂ€tzt, das zur Jagdsaison auf MĂ€rkten, aber auch ganzjĂ€hrig in manchen Fleischereien und FeinkostgeschĂ€ften sowie tiefgefroren in SupermĂ€rkten angeboten wird. Nicht selten stammen die Vögel dann aus Intensivtierhaltung.cite-ref-60[60] Das magere, helle Fleisch frischtoter Fasane Ă€hnelt geschmacklich dem HĂŒhnerfleisch, erst wenn der Vogel einige Zeit abgehangen hat, entwickelt es den typischen, milden Wildgeschmack. Der Zeitraum des AbhĂ€ngens variiert je nach Temperatur, erwĂŒnschtem Geschmack sowie der Weiterverarbeitung und liegt heute meist zwischen drei und sieben Tagen,cite-ref-61[61] frĂŒher bei bis zu 15 Tagen oder lĂ€nger.cite-ref-62[62] Wird das Fleisch gebeizt, ist die Zeit entsprechend kĂŒrzer. Die Zubereitungsformen und Beilagen sind ebenso vielfĂ€ltig wie bei anderem GeflĂŒgel. Auch die Eier finden bisweilen in der KĂŒche Verwendung.cite-ref-kr-nitz-63-0[63]
Belege
Literatur
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âą Heinz-Sigurd Raethel: HĂŒhnervögel der Welt. Verlag J. Neumann-Neudamm GmbH & Co. KG, Melsungen 1988, ISBN 3-7888-0440-8.
âą Alexander V. Solokha: Evolution of the Pheasant (Phasianus colchicus L.) in Middle Asia. In: Victor Fet/Khabibulla I. Atamuradov (Hrsg.): Biogeography and Ecology of Turkmenistan. Kluwer Academic Publishers, Dordrecht 1994, ISBN 0-7923-2738-1.
âą Jochen Hölzinger: Die Vögel Baden-WĂŒrttembergs. Bd. 2/2, Nicht-Singvögel: Tetraonidae (RauhfuĂhĂŒhner) â Alcidae (Alken), Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2002, ISBN 978-3-8001-3441-0.
âą R. G. Bijlsma, D. Hill: Phasianus colchicus. In: W. J. M. Hagemeijer, M. J. Blair: The EBCC Atlas of European Breeding Birds â their distribution and abundance. T & A D Poyser, London 1997, ISBN 0-85661-091-7, S. 218â219.
âą Christian Wilhelm HĂŒnemörder: âPhasianusâ â Studien zur Kulturgeschichte des Fasans. Philosophische FakultĂ€t; Rheinische Friedrich Wilhelm Univ., Bonn 1970 (Inhalt)
Weblinks
Commons
: Fasan (
Phasianus colchicus
)
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Fasan
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
âą Literatur von und ĂŒber Fasan im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⹠Phasianus colchicus in der Roten Liste gefÀhrdeter Arten der IUCN 2023.1. Eingestellt von: BirdLife International, 2018. Abgerufen am 25. Februar 2024.
âą Jagdfasan (Phasianus colchicus) bei Avibase
âą Jagdfasan (Phasianus colchicus) auf eBird.org
âą xeno-canto: Tonaufnahmen â Jagdfasan (Phasianus colchicus)
âą Pheasant, Common Pheasant (Phasianus colchicus) in der Encyclopedia of Life. (englisch).
âą Fasan bei der Schweizerischen Vogelwarte Sempach
âą Federn des Fasans
Einzelnachweise
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cite-note-5555. â Robert Spreitzke: Schnelle Vögel â edle Flinten, âJagen Weltweit â onlineâ
cite-note-5656. â Vgl. fĂŒr NRW: § 2 Abs. 1 Nr. 9 Verordnung ĂŒber die Jagdzeiten und die Jagdabgabe vom 31. MĂ€rz 2010, GV. NRW. 2010 S. 237: 1. Oktober â 15. Januar.
cite-note-5757. â H. Behnke: Aufzucht und Aussetzen von Fasanen und RebhĂŒhnern, Paul Parey, Hamburg 1954
cite-note-5858. â Michael Petrak: Jagdreviergestaltung, Franckh-Kosmos, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-07951-1
cite-note-5959. â Hölzinger, S. 122, s. Literatur
cite-note-6060. â Leanne Kitchen: Fleisch und GeflĂŒgel â KĂŒchenklassiker & mehr, Dorling Kindersley Verlag GmbH, MĂŒnchen 2009, ISBN 978-3-8310-1488-0
cite-note-6161. â P. Lazar, J. Nagy, P. Popelka, V. LedeckĂœ, S. MarcincĂĄk, M. PipovĂĄ, Z. Dicakova, P. Paulsen: Zur Lagerung von unausgeweideten Fasanen â Haltbarkeit des Fleisches und mikrobielle VerĂ€nderungen, in P. Paulsen (Hrsg.): Niederwild â Wildtiergesundheit, Lebensmittelsicherheit und QualitĂ€t, S. 103â107, PDF (Memento vom 11. November 2011 im Internet Archive)
cite-note-6262. â Bernhard Kathan: Verschwundene und seltene GĂ€ste der Speisekarte. Ein Kochbuch. Vor-Ort, Innsbruck 1992. ISBN 978-3-900568-10-8
cite-note-kr-nitz-6363. â J. G. KrĂŒnitz: Oeconomische EncyclopĂ€die, 1773â1858, s. Oeconomische EncyclopĂ€die online
cite-note-6464. â Neuestes Illustrirtes Handels- und Waaren-Lexicon oder EncyclopĂ€die der gesamten Handelswissenschaften fĂŒr Kaufleute und Fabrikanten. Herausgegeben von einem Verein praktischer Kaufleute. Erster Band (AâK), Leipzig, Verlag Ernst SchĂ€fer 1857